Betreuung und Versorgung

Wenn Kinder aus Familien zur St. Josefs Indianerschule kommen, die durch Drogenabhängigkeit stark beeinträchtigt sind, zieht das Betreuungs- und Versorgungsteam ausgebildete und offiziell zugelassene Psychologen hinzu. Das Team, das an der St. Josefs Indianerschule für die medizinische Versorgung der Kinder – und deren Familien – verantwortlich ist, kümmert sich um alle gesundheitlichen und seelischen Belange, angefangen von Heimweh bis hin zur Drogenabhängigkeit.

Heilungsprozesse unterstützen

Psychologische Programme der St. Josefs Indianerschule beinhalten ein Mentoren-Programm für Jugendliche auf unserem Campus. Und um die Heilungsprozesse zu unterstützen, werden Familien in den Betreuungsplan ihres Kindes mit einbezogen, indem sie regelmäßig kontaktiert werden – sowohl persönlich als auch telefonisch. Jedes Kind in der Obhut der Schule hat in irgendeiner Form schon Erfahrungen mit Alkoholismus und Drogenmissbrauch gemacht. Diese kostbaren Wesen haben teilweise bereits geliebte Menschen verloren, weil diese im Leben keinen Sinn mehr sahen, oder sie haben miterlebt, wie die Gewalt auf der Straße mitunter brutal zunimmt. In solchen Fällen steht ihnen ein Team von Psychologen und Hilfskräften der St. Josefs Indianerschule helfend zur Seite, damit sie diese Erfahrungen verarbeiten und hinter sich lassen können.

Medizinische Versorgung

An der St. Josefs Indianerschule ist man sich der Bedeutung einer ordentlichen medizinischen Versorgung bewusst. Diese umfasst medizinische, zahnmedizinische, augenärztliche und HNO-Versorgung. Dank der Freunde, die die Arbeit mit indianischen Kindern und ihren Familien fördern, kann diese medizinische Versorgung auf dem Campus zur Verfügung gestellt werden, und zwar durch das Gesundheits- und Familienservice Zentrum. Vollzeit-Krankenschwestern und ein Teilzeit arbeitender Arzt stellen sicher, dass alle Kinder gesundheitlich versorgt sind. Egal, ob ein Besuch in der Klinik auf dem Campus oder eine Fahrt in die Stadt zu einem Facharzt ansteht, die Lakota (Sioux)-Kinder in der Obhut erhalten die Behandlung und Aufmerksamkeit, die nötig sind, um ihre körperliche und seelische Gesundheit zu gewährleisten. Zudem wurden alle pädagogischen Mitarbeiter an der St. Josefs Indianerschule ausgebildet, sich um kleinere gesundheitliche Probleme zu kümmern und Erste-Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Die Teams im Bereich medizinische Versorgung, Bildung, Internat und Seelsorge arbeiten eng zusammen, damit sie stets zur Verfügung stehen, wenn die Kinder und ihre Familien Hilfe brauchen.