Spender-Erfahrungen

Erich M. in den Badlands

„Die Schule leistet großartige Arbeit – ich war dort!“ – Erich Meier

In Kontakt kam ich mit Ihnen, als ich von Ihnen das erste Mal Post bekam mit einem Spendenaufruf. Ich habe mich schon immer für die Ureinwohner Amerikas interessiert. Nicht nur für die Nordamerikas, auch für die Azteken, Mayas, die Andenkulturvölker, die Urwaldindianer, die fast unbekleidet sind, auch die Feuerlandindianer, leider fast ausgerottet. Mein Interesse gilt auch indigenen Völkern Afrikas, Asiens, Australiens und Ozeaniens.  Die indigenen Völker haben es mir schon in meiner Kindheit angetan.

Was hat mich nun bewogen, Ihrem Spendenaufruf zu folgen? Die rassistische Diskriminierung der Indianer (oder Schwarzen). Ich habe Western gesehen, wo die Indianer niedergeschossen worden sind. Nicht nur die Filme waren in Schwarz-Weiß gedreht, sondern auch die Handlung: Hier die „herzensguten Weißen“, die amerikanischen Soldaten als edle Ritter – und im Gegensatz dazu die „bitterbösen“ Indianer als Schurken. Das war’s mir dann leid. Übrigens, auch Bürgerrechtler Martin Luther King hat dagegen Stellung bezogen. Nicht genug damit, dass man ihnen das Land wegnahm und sie in ärmliche Reservate pferchte; man hat sie auch in Filmen schlechtgemacht.

In meiner Jugend habe ich auch Karl-May-Filme mit Winnetou, Old Shatterhand und Old Surehand gesehen. Aber zuletzt der beste Film: „Der mit dem Wolf tanzt“. Ich habe auch Bücher gelesen, wie „Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“. Dann kam ich an das Buch „Wie der Hauch des Büffels im Winter – Indianische Selbstzeugnisse“. Im Vorwort hieß es: „Das Leid des Indianers, als er den Niedergang seines Volkes erlebte, hat der Weiße nie wirklich begriffen, und er wird es wohl auch nicht tun.“ Dieser Satz hat mich innerlich sehr bewegt und ich sagte mir, bei mir soll das nicht der Fall sein. In diesem Buch schilderten die Indianer poetisch, ja lyrisch die Schönheit der Schöpfung, aber auch die Klage über die Ungerechtigkeit der Weißen und die Gleichgültigkeit gegenüber der Natur.

Das war noch, bevor ich mit Ihnen in Kontakt kam, deshalb bin ich Ihrem Spendenaufruf gefolgt. Es war mir eine Herzensangelegenheit. Auch eine Gerechtigkeit gegenüber Minderheiten, denen großes Unrecht zugefügt wurde. Auch der Glaube spielt dabei eine große Rolle, sie sollen die Liebe Jesu Christi kennenlernen, das verbinde ich auch mit Ihrer Arbeit. Diese Kinder erkennen, dass Jesus sie liebt und sie erlöst hat.

Erich Meier im Wohnhaus auf dem Campus 2017

Für Ihre Schützlinge wünsche ich, dass sie nach der Ausbildung ihren Stammesleuten in den Reservaten helfen können, ihr Leben zu verbessern, dass sie aus dem Teufelskreis von Alkohol, Drogen und Gewalt aller Art freikommen: Vor allem, dass es so wird wie in der Navajo-Reservation, auch wenn dort nicht alles rosig ist. Ich war schon mit Nancy, Ihrer Chefin, in Süddakota, konnte auch die dortige Indianerschule besichtigen und ein Powwow-Festival erleben: Von all dem war ich sehr angetan. Auch mit den Schülern konnte ich ein wenig sprechen; sie umarmten mich, als ich sie mit einigen Worten in Süddakota verabschiedete. Ich würde wieder dorthin reisen, wenn ich dazu das Geld hätte. In Frankfurt konnte ich im Juni 2019 bei einem Schülertreffen dabei sein. Wenn auch zu den Schützlingen, den Lakota-Kindern, keine direkte Beziehung besteht, habe ich sie doch sehr in mein Herz geschlossen und bete auch für sie.“

 

„Mit meiner monatlichen Spende helfe ich den Kindern ihren Schulabschluss zu machen!“ – Ute Warschun

 

Ute Warschun

„Ich heiße Ute Warschun und werde im Mai 55 Jahre alt. Mit meinem erkrankten Mann wohne ich seit 2004 auf einem Campingplatz am schönen Teutoburger Waldsee mitten in der Natur. Mein Lebensstil ist ähnlich dem der Indianer. Das heißt, große Elektrogeräte wie Spülmaschine, Trockner, Mikrowelle oder Computer besitze ich nicht und mache alles per Hand, Waschen, Kochen, Brotbacken, Sahneschlagen. Unsere Hütte wärme ich mit heißen Tontöpfen, bevor ich den Gasofen einschalte. Ich wasche meine Wäsche nach Mondphasen (schonend für die Umwelt) und verwende auch viele Kräuter, die mir die Natur gibt, sowie Früchte.

Durch eine Zeitung, in der ein Spendenaufruf von St. Josefs steckte, bin ich mit Ihnen in Kontakt gekommen; dies war im November 2019. Und da jeder Mensch hier auf Erden von Gott eine Aufgabe erhält, um sie zu verrichten, so ist dieser Spendenzettel aus der Zeitung heraus vor meine Füße gefallen. Was mich dazu bewegt hat, den Kindern etwas zu geben, ist die Liebe, die in meinem Herzen wohnt. Kindern und Frauen und auch Tieren ein geschütztes Zuhause zu geben.Und so hatte ich meine große Freude daran, den Lakota-Kindern eine Spende zu geben, um ihnen die Schulausbildung zu ermöglichen, was in unserer Zeit sehr wichtig ist. Mit meiner monatlichen Spende von 20 Euro habe ich Kindern geholfen, in der so schweren Corona-Zeit ihren Schulabschluss zu machen. Ich bin so stolz auf diese Lakota-Kinder und werde sie auch weiter monatlich unterstützen. Mit netten Rundbriefen und kleinen Geschenken werde ich dafür belohnt. Da geht einem das Herz auf, wenn man so einen besonderen Brief bekommt von den Kindern. Öffnet Eure Herzen!

Schon als Kind habe ich mir im Fernsehen die Kultur der Indianer angeschaut. Ihre Bräuche, der Schamanismus interessierten mich über Jahre und 2013 habe ich meinen Weg dazu gefunden. Im Juni 2020 habe ich eine Ausbildung bestanden: In Schamanismus-Kräuterheilkunde und Energiemedizin bei Frau Barbara Simonsohn, die eine sehr gute Lehrerin ist und auch einige Bücher veröffentlicht hat.

In den USA bin ich in diesem Leben noch nicht gewesen, aber der Glaube und die Traditionen des Indianer-Volkes spielen für mich eine große Rolle, die Kinder und die Tiere, mit denen sie leben, vor Unannehmlichkeiten zu beschützen. Sie sind ein Volk, von dem wir noch sehr viel lernen können in dieser Zeit. Zusammenzuhalten und miteinander zu teilen ist die Devise. Jeder sollte sein Herz öffnen und Liebe geben, dann kommt sie auch zu Dir.

Ich wünsche mir für die Zukunft auf dieser Erde, dass Frieden einkehrt zu jeder Zeit. Dass keine Kriege geführt werden und die Menschheit erwacht in ihrem Herzen, um Unheil und Armut zu bewältigen. Dass Gottes Schöpfung bewahrt und die Natur geachtet wird, sonst gibt es uns bald nicht mehr. Dabei geht es mir auch um die Tiere, die nicht artgerecht gehalten werden. Tiere haben eine hochsensible Seele und sind Begleiter der Menschen.

Auch wünsche ich, Ute Warschun aus Hagen am Teutoburger Wald in Deutschland, Pater J. Anthony Kluckman in den USA weiterhin viel Kraft bei seiner Arbeit und fließende Energie, wo immer sie gebraucht wird, um alles weiterzuführen. Dies gilt auch für die Mitarbeiter des Hilfswerkes St. Josefs in Offenbach am Main.

Ein Spruch: Das Glück kann nur fließen, wenn die Menschheit die Türen ihres Herzens öffnet, dann fließt Liebe, die Du doch auch spüren möchtest.“