Sicherheit im Internet: MMIR-Tag an der St. Josefs Indianerschule

Ein Schüler der St. Josefs Indianerschule lächelt, während er sein temporäres rotes Handabdruck-Tattoo zu Ehren des Tages der vermissten und ermordeten indigenen Verwandten (MMIR Day) trägt.
An der St. Josefs Indianerschule wurde der Tag der vermissten und ermordeten indigenen Verwandten (MMIR Day) in diesem Jahr auf pädagogische Weise begangen, um den Lakota (Sioux)-Schülern die Bedeutung von Sicherheit, Achtsamkeit und dem Sprechen über Missstände besser zu vermitteln.
Den ganzen Tag über hatten die Schüler die Möglichkeit, sich ein temporäres Tattoo mit einem roten Handabdruck aufmalen zu lassen – dem Symbol der MMIR-Bewegung. Der rote Handabdruck steht für die Stimmen der indigenen Bevölkerung, die allzu oft ungehört und unsichtbar geblieben sind. Indem sie das Symbol trugen, zeigten die Schüler ihre Unterstützung für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Würdigung der von der MMIR-Krise Betroffenen.
Laut South Dakota Searchlight machen indigene Menschen fast 60 % der Vermisstenfälle in Süddakota aus, obwohl die Ureinwohner einen viel geringeren Anteil der Gesamtbevölkerung des Bundesstaates ausmachen .
Im Rahmen des Tagesprogramms nahmen Schüler verschiedener Klassenstufen an speziellen Präsentationen von Angela Waldner von der Heimatschutzbehörde von South Dakota teil . Obwohl jede Präsentation auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten war, konzentrierte sich jede Sitzung auf ein wichtiges Thema: Internetsicherheit.
Angela sprach offen mit den Schülern über die wachsende Bedeutung von Technologie und sozialen Medien im Alltag. Sie mahnte sie zur Vorsicht beim Teilen von Inhalten im Internet und erklärte, dass selbst gelöschte Inhalte nie wirklich verschwinden, da sie Teil des digitalen Fußabdrucks einer Person werden.
„Das Internet kann für wirklich tolle Dinge genutzt werden“, sagte Angela, „aber manchmal kann es auch für Dinge genutzt werden, die uns in Schwierigkeiten bringen können.“

Angela Waldner vom Ministerium für Innere Sicherheit spricht mit Schülern der St. Josefs Indianerschule über Internetsicherheit und erinnert sie daran, dass „nur weil da ‚Löschen‘ steht, das nicht bedeutet, dass es weg ist“.
Die Schüler lernten, wie wichtig es ist, nicht mit Fremden online zu sprechen und zu verstehen, dass Menschen im Internet nicht immer die sind, die sie vorgeben zu sein. Angela betonte außerdem die Gefahren, Online-Bekanntschaften persönlich zu treffen.
Die vielleicht wichtigste Botschaft des Tages kam, als sie den Schülern sagte: „Wenn ihr euch heute nur eine Sache merkt … wenn ihr im Internet etwas findet, das euch ein unangenehmes Gefühl gibt, dann sucht bitte einen vertrauenswürdigen Erwachsenen auf.“
Angela ermutigte die Schülerinnen und Schüler außerdem, sich zu melden, wenn sie online oder persönlich etwas beobachten, das ihnen unsicher oder falsch erscheint. Sie erklärte, dass es zwar immer wichtig sei, mit einem vertrauten Erwachsenen zu sprechen, es aber Situationen geben könne, in denen man sich dabei unwohl fühle oder nicht wisse, an wen man sich wenden könne. In solchen Fällen können Schülerinnen und Schüler ihre Bedenken anonym über die Safe2Say South Dakota -Hotline melden. Angela sagte, das Programm habe dank der Hinweise anderer, die sich getraut hätten, darüber zu sprechen, bereits in vielen Fällen geholfen.
Da Technologie im Alltag der Schülerinnen und Schüler immer mehr an Bedeutung gewinnt, diente die Präsentation als eindringliche Erinnerung daran, wie wichtig es ist, sich online sicher zu verhalten, kluge Entscheidungen zu treffen und zu wissen, wann man Hilfe braucht. Die Mitarbeiter und Schüler der St. Josefs Indianerschule sind Angela unglaublich dankbar, dass sie ihr Wissen, ihre Geschichten und Beispiele aus dem echten Leben auf so fesselnde und wirkungsvolle Weise mit den Schülerinnen und Schülern geteilt hat.