Ernährungsunsicherheit – die traurige Realität

In indianischen Haushalten besteht eine 400% höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie mit Ernährungsunsicherheit konfrontiert werden

 

Es ist das Geräusch Ihres Magens, das Sie wissen lässt, dass es Zeit zum Essen ist. Sie gehen zum Kühlschrank oder schauen in den Schränken nach, um etwas zu holen, das lecker klingt. Sie werden mit verschiedenen Optionen konfrontiert, wie aǧúyapi (Brot), tȟaló (Fleisch), oder vielleicht mit etwas Besonderem, wie čhaŋmháŋska ǧí (Schokolade).

Sie wählen das, was Ihnen schmeckt, nehmen in der Küche oder im Esszimmer Platz und genießen Ihr Essen. Diese Routine geschieht fast automatisch.

Denn für die meisten Menschen ist das Essen eine Selbstverständlichkeit.

Dies ist nicht immer der Fall für indianische Kinder, die in den Indianerreservaten von Süddakota leben. Die Mahlzeiten sind nicht immer selbstverständlich. Snacks sind keine Selbstverständlichkeit. Manchmal ist auch fließendes Wasser nicht gegeben.

Laut einem Bericht des „Indian Health Services“ haben amerikanische Indianer und Indianer in Alaska etwa eine doppelt hohe Ernährungsunsicherheit im Vergleich zu US-Kindern ähnlichen Alters. Im Allgemeinen sind die indianischen Haushalte mit 400% höherer Wahrscheinlichkeit mit Ernährungsunsicherheit konfrontiert als die durchschnittliche US-Familie.

Aber dank großzügiger Unterstützer aus aller Welt werden die Schüler der St. Josefs Indianerschule ernährt – und das ist eine starke Selbstverständlichkeit.

„Bildung, Programme, Campushäuser und solche Dinge finden oft die meiste Aufmerksamkeit, wenn die Menschen daran denken, was an unserer Schule angeboten wird“, sagte Mike. „Aber was die Mitarbeiter der Gastronomie an unserer Schule leisten, ist auch für unsere Schüler enorm.“

Während des Schuljahres 2017-18 bot die Abteilung „St. Josefs Food Services“ allen Schülern täglich frische Obst- und Gemüsesnacks an; 32.013 Mahlzeiten wurden Schülern, Mitarbeitern und Gästen während des Schuljahres serviert; und 4.017 Mahlzeiten wurden den ganzen Sommer über während der „Rising Eagle“ Tagesfreizeit serviert. Und dazu gehören nicht einmal alle Frühstücke und Abendessen, die in allen 21 unserer Campushäuser für über 200 Schüler zubereitet werden!

Denken Sie nur wieviel Zeit man braucht, um all die knurrenden Mägen zu entspannen.

Außerdem sind wir der Meinung, dass die Aufgabe der Ernährung der Schüler nicht am Esstisch oder im Speisesaal aufhört. Die Aufklärung der Schüler darüber, wie man weise Ernährungsentscheidungen trifft, ist unerlässlich, um lebenslange, gesunde Gewohnheiten aufrechtzuerhalten. Dies geschieht durch Schulungen im Klassenzimmer und durch Ernährungsprogramme wie „CATCH“.

„Unsere Schüler haben, wie die meisten Menschen, emotionale Assoziationen zum Essen. Manchmal sind diese Verbindungen gesunde Assoziationen mit gesunden Lebensmitteln, und manchmal nicht“, sagte Trond, St. Josefs Gesundheits- und Wellness-Coach. „Eines der Ziele des CATCH-Programmes ist es, nicht nur die Schüler über gesunde Lebensmittel aufzuklären, sondern auch eine positive Verstärkung für gesunde Entscheidungen zu bieten. Diese Art von Umgebung bei St. Josefs kann zu positiven emotionalen Assoziationen mit gesunden Lebensmitteln führen, die ein Leben lang halten können.“

Es ist eine große Aufgabe, und eine, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber es macht so viel Freude, diesen jungen Lakota-Mädchen und -Jungen zu helfen.

„Es ist wirklich eine Ehre, unsere Schüler mit gesunden und nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen“, sagte Mike.

Pilamaya“ – danke – für die Hilfe bei der Ernährung der Tausenden von Schülern, die in der Vergangenheit die St. Josefs Indianerschule besucht haben, und der Tausenden, die in der Zukunft kommen werden.